Drahtseilbahn Augustbusburg

Die Drahtseilbahn

Allgemeines

Team Drahtseilbahn

Die Drahtseilbahn Augustusburg ist eine Standseilbahn und verbindet seit über 100 Jahren den Ortsteil Erdmannsdorf und den Bahnhof Erdmannsdorf-Augustusburg mit der Stadt Augustusburg und dem Schloss Augustusburg.

Die Fahrt mit der Drahtseilbahn ist ein besonderes Erlebnis. In acht Minuten Fahrt geht es gleichzeitig an einem Seil gezogen bergauf und bergab.

Eröffnet wurde die Drahtseilbahn Augustusburg am 24. Juni 1911.

Technische Daten

Drahtseilbahn
Streckenlänge1 239,8 m
Höhenunterschied 168,06 m
Neigung im Durchschnitt13,50 %
Neigung maximal20,14 %
Spurweite1 000 mm
Fahrzeuganzahl2
Baujahr Fahrzeuge1996
Sitzplätze36
Stehplätze39
Eigenmasse9 t
Fahrgeschwindigkeit3 m/s
Fahrzeit8 Minuten

Historie

Drahtseilbahn historisch
Drahtseilbahn historisch

Bereits 1897 gab es erste konkrete Vorstellungen über einen unmittelbaren Bahnanschluss der Stadt Augustusburg. Die Verhandlungen zur Konzessionserteilung für eine Bergbahn zogen sich jedoch mehrere Jahre hin. Am 10. Juni 1910 erteilte die Landesregierung der neuen „Drahtseilbahn AG“ das Recht zum Bau und zum Betrieb der Bergbahn. Nach einer Bauzeit von nur 10 Monaten wurde die Augustusburger Drahtseilbahn am 24. Juni 1911 in Betrieb genommen.

Durch den Ankauf von Aktien kam es im Jahr 1924 zu einer Staatsbeteiligung. 1939 wurde die Aktiengesellschaft aufgelöst und die Drahtseilbahn durch die Stadt Augustusburg übernommen. In den Jahren der DDR war die Drahtseilbahn ein volkseigener Betrieb. Von 1971 bis 1973 wurden umfangreiche Rekonstruktions- und Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt. Erneuert wurden die gesamte Maschinenanlage, die beiden Seilbahnwagen und das Gleisbett einschließlich der Bogenbrücke. Außerdem erlaubte eine Funkfernsteuerung nun die vollautomatische Betriebsführung.  
Die Drahtseilbahn wurde 1982 dem VEB Kraftverkehr Karl-Marx-Stadt und 1992 der neu gegründeten Verkehrsbetriebe Kreis Flöha GmbH zugeordnet, kurze Zeit später folgte die Übernahme durch die Verkehrsbetriebe Kreis Freiberg GmbH.

Weitere Rekonstruktionsarbeiten wurden 1996 vorgenommen, auch ein Austausch der Wagen erfolgte in diesem Zusammenhang. Nachdem 1998 die Erneuerung der Funkfernsteuerungs- und Überwachungsanlage realisiert wurde, folgte in den Jahren 2005 und 2006 mit Unterstützung des Freistaates Sachsen eine grundhafte Modernisierung durch den Verkehrsverbund Mittelsachsen. Diese umfasste unter anderem die Sanierung der Gebäude von Berg- und Talstation, den Neubau des verglasten Maschinenraumdaches, die Erneuerung des Zugseils, die Instandsetzung von Gleisbett und Bogenbrücke und das Anlegen eines Verbindungsweges zwischen Bergstation und Freizeitzentrum.  

Nach Übergabe der Betriebsführerschaft an die DB RegioNetz Verkehrs GmbH Erzgebirgsbahn wurde die Drahtseilbahn am 24. Juni 2006 wiedereröffnet. Seit 1. Januar 2016 führt der Verkehrsverbund Mittelsachsen den Betrieb selbst durch.